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DAS UNITED STATES HOLOCAUST MEMORIAL MUSEUM SUCHT WELTWEIT NACH ÜBERLEBENDEN DES HOLOCAUST

Mit Hilfe einer Datenbank wird Information zu Überlebenden des Holocaust und ihren Familien bereitgestellt und dadurch ein direkter Zugang zur Holocaustforschung und Genealogie gewährleistet

WASHINGTON, D.C. – Das United States Holocaust Memorial Museum startet eine internationale Initiative, um die Suche nach Überlebenden des Holocaust auszuweiten und Informationen zu Überlebenden weltweit zu sammeln.

Durch diese außergewöhnliche Initiative möchte das Museum, das international als eine der größten Forschungs- und Bildungseinrichtungen zum Thema Holocaust gilt, Angehörigen von vermissten Personen und Überlebenden selbst die Möglichkeit bieten, Verwandte und Bekannte aus dieser Zeit wiederzufinden. Darüber hinaus dient das Namensverzeichnis als wichtige Quelle für Historiker und Genealogen.

„Die Datenbank enthält eine der umfassendsten Namenslisten zu Überlebenden des Holocaust weltweit und gegenwärtig Informationen zu über 195.000 Überlebenden und ihren Familien. Bisher konnte durch die Bestände der Abteilung der Registry of Holocaust Survivors zehntausenden Menschen dabei geholfen werden, die Schicksale ihrer engsten Familienangehörigen und ihrer ehemaligen Freunde und Bekannten zu erforschen“, so Jaime Monllor, der Leiter der internationalen Outreach-Abteilung.
„Mit der Erweiterung seiner Datenbank kann das Museum Menschen auf der ganzen Welt bei ihrer Suche nach Angehörigen unterstützen und gleichzeitig seine historischen Aufzeichnungen zu Überlebenden des Holocaust vervollständigen.“

Da der Großteil der registrierten Personen in den USA und Kanada beheimatet sind, versucht die Registry of Holocaust Survivors nun, Überlebende aus verschiedensten anderen Ländern zu erreichen, – ungeachtet dessen, aus welchen Gründen sie zwischen 1933 und 1945 Opfer des nationalsozialistischen Systems wurden:

Das Museum erkennt diejenigen Personen jüdischer und nicht-jüdischer Abstammung als Überlebende an, die zwischen 1933 und 1945 von den Nazis und ihren Verbündeten aus rassischen, religiösen, ethnischen bzw. politischen Gründen vertrieben, verfolgt bzw. gefangen genommen wurden oder unter anderen Formen der Diskriminierung zu leiden hatten. Diese Definition schließt neben den ehemaligen Häftlingen der Konzentrations- und Vernichtungslager, Ghettos und Gefängnissen auch diejenigen Personen ein, die dem Nationalsozialismus frühzeitig entkommen oder sich vor ihm verstecken konnten. Überlebende des Holocaust können auch posthum in das Verzeichnis aufgenommen werden.

Seit 1993 stellt die Registry of Holocaust Survivors wertvolle Informationen zu tausenden Überlebenden weltweit zur Verfügung und war bereits in mehreren Fällen dabei erfolgreich, Familien und Bekannte aus dieser Zeit wieder zusammenzuführen. Aus datenschutzrechtlichen Gründen ist die Datenbank nicht online abrufbar. Allerdings können über die Webseite der Abteilung Registrierungsformulare in 17 Sprachen heruntergeladen werden.

„Das Museum stützt sich bereits auf verschiedenste internationale Partnerschaften, die uns helfen, weitere Überlebende zu erreichen,” fügt Monllor hinzu. „Im Moment kooperieren wir mit Organisationen in Argentinien, Deutschland, Italien, Österreich und Uruguay, die uns auf unterschiedlichsten Wegen bei unserem Projekt unterstützen.”

Gelegen neben einer Reihe von nationalen Monumenten, stellt das United States Holocaust Memorial Museum sowohl eine Gedenkstätte als auch ein Mahnmal an die moralischen Verpflichtungen jedes Einzelnen und der Gesellschaft dar. Die Arbeit des Museums wird durch öffentliche und private Mittel finanziert, wobei die Unterstützung der US-Regierung sein Bestehen garantiert. Hunderttausende Spender landesweit ermöglichen Projekte in der historischen Bildung und Initiativen wie das internationale Outreach-Programm.
Fast 24 Millionen Menschen – davon 8 Millionen Schüler – haben das Museum seit der Eröffnung 1993 besucht. Durch die Homepage, die Wanderausstellungen und die internationalen Bildungsprogramme erreicht es Millionen von Menschen jedes Jahr.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

REGISTRY OF HOLOCAUST SURVIVORS
United States Holocaust Memorial Museum
100 Raoul Wallenberg Place, SW
Washington, DC 20024-2126
USA
Telefon: (001) (202) 488 6130
Fax: (001) (202) 488 2690
E-Mail: registry@ushmm.org
www.ushmm.org/registry

 

 


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